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Einen Antrag zu erstellen kann auf den ersten Blick vielleicht kompliziert wirken. An dieser Stelle führen wir Sie daher Schritt für Schritt erläuternd durch die Kumasta-Datenbank mit allen Besonderheiten des "Zur Bühne"-Programms. Für alle allgemeinen oder technischen Fragen zur Datenbank empfehlen wir das sehr gute und umfangreiche Hilfemenu. Zur besseren Übersicht sind hier nur Punkte aufgelistet, bei denen "Zur Bühne" Besonderheiten aufweist, oder die uns als häufige Fehlerquellen aufgefallen sind. Alle nicht erwähnten Punkte müssen natürlich trotzdem ausgefüllt werden, sollten aber selbsterklärend sein. Weitere Informationen finden Sie bei allen Punkten auch immer, wenn Sie in der Datenbank auf das „i“ klicken.
Viel Erfolg bei der Anstragsstellung und nur Mut - es lohnt sich!

Vorab: Auswahl des richtigen Programmpartners

Bei 29 Verbänden können Förderanträge für „Kultur macht stark“ gestellt werden. Jeder Verband hat unterschiedliche Schwerpunkte und Antragsbedingungen. Beim Deutschen Bühnenverein und seinem Programm „Zur Bühne“ sind Sie richtig, wenn Sie als Antragsteller ein professionell betriebenes Theater oder Orchester sind. Die ausführlichen Rahmenbedingungen finden Sie hier.

Wenn Sie dann beim Deutschen Bühnenverein Ihr "Kultur macht stark"-Projekt beantragen möchten, achten Sie bitte darauf, in der Datenbank ganz zu Beginn beim Anlegen des Antrags auch das Förderprogramm "Zur Bühne" auszuwählen.

Unser Tipp: Bevor Sie einen Antrag in der Datenbank anlegen, kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns Ihr Projekt einmal gemeinsam besprechen. Letztlich spart Ihnen dies Arbeit, da wir bereits hier auf Schwachstellen aufmerksam machen oder nach Lösungen für offene Fragen suchen können.

Bearbeitung des Punkt 1 "Förderangebot" in der Datenbank
1.1 TITEL DES GESAMTPROJEKTS

Oft werden in einem Projekt mehrere einzelne Projektformate kombiniert (z.B. ein Schnuppertag, zwei Workshops und ein Inszenierungsprojekt). Diese Projektformate werden in der Kumasta-Datenbank als „Einzelprojekte“ betitelt und alles zusammen ist das „Gesamtprojekt“, welches einen aussagekräftigen Namen erhalten sollte. Bitte beachten Sie dabei, dass der Name Ihres Projekts neben weiteren Daten nach der Bewilligung auf der Seite des BMBF veröffentlicht wird. Link zur Übersicht aller "Kultur macht stark"-Projekte

 1.3 LAUFZEIT DES PROJEKTS

Die Projektlaufzeit schließt auch Vorbereitungszeit und die Erstellung des Verwendungsnachweises mit ein. Der Beginn muss in der Zukunft liegen und sollte ausreichend Vorbereitungszeit beinhalten. Das Ende liegt zwei Monate nach dem letzten Projekttag. Projektausgaben können nur in der Zeit zwischen Bewilligung und Ende der Projektlaufzeit abgerechnet werden. Ggf. wird dieser Zeitraum von uns bei einer Bewilligung angepasst und muss damit nicht identisch sein mit dem Zeitraum auf Ihrem unterschriebenen Antrag. Bindend ist die Projektlaufzeit im Zuwendungsvertrag.

1.4 BESCHREIBUNG DES PROJEKTS

In der Kumasta-Datenbank werden Sie an zwei Stellen aufgefordert, Ihr Projekt zu beschreiben. Um sich nicht wiederholen zu müssen, empfehlen wir als sinnvolle Gliederung folgende:

Unter dem Punkt 1.4 beschreiben Sie die Punkte, die für Ihr gesamtes Projekt gleichbleibend sind, unabhängig davon, ob und wie viele Teilprojekte darunter gefasst sind. D.h. beschreiben Sie den Inhalt und die Zielsetzung Ihres Projekts, was Sie mit diesem Projekt erreichen wollen. Welche Schwerpunkte setzen Sie? Warum wollen Sie ein Projekt mit der "Kultur macht stark"-Zielgruppe umsetzen und wie möchten Sie diese erreichen? Beschreiben Sie zudem Ihre angesprochene Zielgruppe genauer. Wie wird der Sozialraum und die sozialräumlichen Gegebenheiten berücksichtigt? Die detaillierte Beschreibung der einzelnen Teilprojekte oder des Projekts, falls Ihr Antrag keine Teilprojekte beinhaltet, und deren inhaltliches Vorgehen folgt unter Punkt 4.

Bearbeitung des Punkt 3 "Bündnispartner" in der Datenbank
3.1 BÜNDNISPARTNER

Mit mindestens zwei weiteren Partnern schließt Ihr Haus für das Projekt ein "Bündnis für Bildung" ab. Dazu tragen Sie hier in die Datenbank Ihre Partner ein. Inhaltlich sollte an dieser Stelle
1. die allgemeine Arbeit des Bündnispartners erläutert werden,
2. die Frage beantwortet werden, warum er sich als Bündnispartner eignet und
3. die konkreten Aufgaben im Bündnis beschrieben werden.
Mindestens ein Bündnispartner muss einen ersichtlichen Zugang zur "Kultur macht stark"-Zielgruppe haben.

Bearbeitung des Punkt 4 "Projekte" in der Datenbank
4.1 Projekt

Für jedes Teilprojekt legen Sie an dieser Stelle jeweils ein eigenes Projekt an, d.h. für jeden Schnuppertag, jedes Ferienprogramm, jeden einzelnen Workshop und/oder jedes Inszenierungsprojekt.

Inhaltlich legen Sie bei der Beschreibung hier bitte den Fokus auf die konkrete Umsetzung des Projektes: Wie gehen Sie methodisch vor? Wie ist die praktische Arbeit mit den Kindern / Jugendlichen angedacht? Sollen bestimmte (Teil-)Ziele erreicht werden? Wie berücksichtigen Sie den Sozialraum der Kinder und Jugendlichen? Sie sollten für sich die Fragen beantwortet haben, welche Kinder/Jugendliche Sie gewinnen wollen, wie Sie diese inhaltlich ansprechen und begeistern wollen. Außerdem auch praktisch wie die Teilnehmer*innen zum Projektort kommen und welche Vorkehrungen Sie für eine möglichst regelmäßige Teilnahme am Projekt treffen können, z.B. Kontakt zu Vertrauenspersonen der Teilnehmer*innen, Wegbegleitung zum Projekt, Projektort im Sozialraum.

Bearbeitung des Punkt 5 "Geplante Ausgaben" in der Datenbank
5. Allgemeines

Alle Summen, die Sie an diesem Punkt eintragen, berechnen und entnehmen Sie dem Tabellenblatt "Kalkulationshilfe". Die dazugehörige Exceltabelle finden Sie hier. Diese muss für jedes Teilprojekt einmal ausgefüllt werden und zwar inklusive der Tabellenblätter "Zeitplan" und "Eigenleistungen". Das Tabellenblatt "Kalkulationsblatt" brauchen Sie nicht zu bearbeiten. Dies ist mit Formeln hinterlegt und zieht seine Daten aus der "Kalkulationshilfe".
Die ausgefüllte Tabelle laden Sie nach Fertigstellung als Dokument unter Punkt 7 hoch. Denken Sie bitte daran, bei Änderungen an der Tabelle das jeweils aktuelle Dokument neu hochzuladen.

Wie viel Geld können Sie beantragen? Die maximale Fördersumme für jedes Teilprojekt berechnen Sie mit folgender Formel: pro Kind pro Stunde 10 Euro (vom 51. bis 75. Kind 7,50 Euro, ab dem 76. Kind 5 Euro). Insgesamt haben Sie die Möglichkeit, bis zu 80.000 Euro pro Kalenderjahr zu beantragen.

5.1 Honorare
Tragen Sie hier die Gesamtsumme der für Ihr Teilprojekt errechneten Honorare ein. Bitte beachten Sie hier die Besonderheit, dass diese immer mit 60 Minuten pro Einheit berechnet werden müssen und ein maximales Bruttohonorar in Höhe von 60 Euro gezahlt werden kann.
5.2 Aufwandsentschädigungen
Tragen Sie hier jeweils die Gesamtsumme der für Ihr Teilprojekt errechneten Aufwandsentschädigungen ein. Damit können ehrenamtliche Tätigkeiten mit jeweils 5 Euro pro Stunde entlohnt werden.
5.3 Sachausgaben

Tragen Sie hier die Gesamtsumme der für Ihr Teilprojekt errechneten Sachkosten ein.
Welche Posten unter Sachkosten fallen können, ist ausführlich in der "Excel-Kalkulationshilfe" erläutert. Bitte bedenken Sie direkt mit, dass für Auftragsvergaben ab 1.000 Euro drei schriftliche Angebote vorgelegt werden müssen.

5.4 Investitionen
Investitionen sind bei "Zur Bühne" nicht möglich.
Verwaltungspauschale
Die Datenbank errechnet automatisch eine 5%ige Verwaltungspauschale, welche Sie als Antragsteller nach der Abrechnung des Projekts erhalten. Bitte beachten Sie, dass diese 5%-Pauschale nur von der tatsächlich verausgabten Summe ausgezahlt wird und somit bei der Erstellung des Verwendungsnachweises noch einmal neu berechnet wird.
Bearbeitung des Punkt 6 "Erklärungen" in der Datenbank
6.1 Erklärungen
Die meisten deutschen Theater und Orchester sind nicht vorsteuerabzugsberechtigt, so dass Sie in der Kalkulation und der Abrechnung mit Bruttosummen rechnen können. Sollten Sie diesbezüglich unsicher sein, klären Sie die Frage bitte unbedingt vorab im Haus ab.
Bearbeitung des Punkt 7 "Projektunterlagen Antragstellung" in der Datenbank
Bitte laden Sie hier aus Datenschutzgründen ausschließlich die jeweils aktuellsten Versionen der Excel-Kalkulationen hoch und keine personalisierten Dokumente.
was noch?

Sie haben Ihren Antrag vollständig ausgefüllt. Welche Daten, Informationen oder Dokumente werden noch benötigt:

  • ein Muster-Honorarvertrag
    Gerne können Sie für Ihr Projekt den vorhandenen Muster-Honorarvertrag des Bühnenvereins nutzen. Bitte sprechen Sie uns dazu gerne an und wir senden Ihnen diesen zu.
    Alternativ reichen Sie uns bitte ein Exemplar des auf Ihr Projekt zugeschnittenen Honorarvertrags ein (bitte unbedingt ohne personalisierte Daten von potentiellen Honorarkräften!). Sollte dies Ihr erstes Projekt sein oder Sie Änderungen an einem uns bereits vorliegenden Vertrag vorgenommen haben, wird der Vertrag vor einer Bewilligung von der Rechtsabteilung des Bühnenvereins geprüft.
  • der Kooperationsvertrag
    Alle Bündnispartner unterschreiben gemeinsam einen Kooperationsvertrag, in dem die jeweiligen Aufgaben im Bündnis festgelegt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Exemplare anfertigen - für jeden Bündnispartner und für "Zur Bühne" eins - und dass alle Bündnispartner auch auf allen Kooperationsverträgen unterschreiben.
  • event. eine Erklärung zu Fahrtkosten
    Die Übernahme der Fahrtkosten für die Teilnehmer*innen am Projekt ist verpflichtender Bestandteil des Programms "Kultur macht stark". Sollten Sie nicht für alle Teilnehmer*innen Fahrtkosten kalkuliert haben, müssen Sie uns eine schriftliche Erklärung (gerne per E-Mail) zukommen lassen, warum dies aus Ihrer Sicht nicht erforderlich ist (z.B. sollte das Projekt im Sozialraum stattfinden oder Schüler*innen über Monatstickets verfügen).
  • in Begründeten Ausnahmefällen eine Erklärung zur Stundenzahl
    "Zur Bühne" hat unterschiedliche Projektformate entwickelt, die mit festgelegten Stundenzahlen verknüpft sind. Sollten Sie von diesen Stundenzahlen abweichen müssen, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Projektbüro auf. Sollte in Ihrem Fall die Ausnahmegenehmigung erteilt werden, benötigen wir eine schriftliche Erklärung (gerne per E-Mail), warum dies nötig ist.
Alles fertig. Und jetzt?

Ihr Antrag ist in der Datenbank vollständig ausgefüllt, alle Excel-Tabellen erstellt, alle benötigten Dokumente/Erklärungen liegen vor? Haben Sie Ihren Antrag mit einer Kollegin aus dem "Zur Bühne"-Team besprochen?
Dann drucken Sie Ihre Antragsunterlagen aus und schicken diese auf den Weg. Das Kuvert muss folgende Unterlagen enthalten:

  • den ausgedruckten Antrag aus der Datenbank als PDF heruntergeladen und ausgedruckt - unterschrieben von der Intendanz und kaufmännischen Geschäftsführung des antragstellenden Hauses
  • für jedes Teilprojekt eine ausgefüllte Excel-Tabelle - alle vier Tabellenblätter der Datei ausgedruckt und das "Kalkulationsblatt" von der kaufmännischen Geschäftsführung unterschrieben
  • den Muster-Honorarvertrag für Ihr Projekt
  • den unterschriebenen Kooperationsvertrag - ein Exemplar, auf dem alle Bündnispartner unterschrieben haben, jeweils durch die zeichnungsberechtigte Leitung.

Alle Projektvorhaben werden von einer Fachjury inhaltlich geprüft, bevor eine Bewilligung stattfinden kann. In der Regel tagt die Jury innerhalb eines Monats nach dem jeweiligen Fristende. Sollte über Ihr Projektvorhaben positiv entschieden worden sein, kann das "Zur Bühne"-Team, nachdem alle benötigten Unterlagen postalisch in der Geschäftsstelle des Deutschen Bühnenvereins eingegangen sind, Ihren Antrag bewilligen. Schicken Sie uns den Antrag postalisch bitte erst nach Rücksprache zu. Sobald Sie eine offizielle Bewilligungsmail erhalten, können Sie Ihr Projekt bewerben, Ausgaben tätigen und Honorarverträge abschließen.

Das "Zur Bühne"-Team wünscht viel Erfolg und steht für alle Rückfragen zur Verfügung.

Änderungsantrag

Wenn ein Antrag bereits gefördert wird und sich in der Projektlaufzeit die Notwendigkeit für Änderungen ergibt, (z.B. wenn ihr Projekt länger laufen soll als ursprünglich geplant oder Änderungen bei den Ausgaben erforderlich sind, weil Sie mehr Teilnehmer*innen erreichen als angenommen) können Sie einen Änderungsantrag stellen.

Dafür nehmen Sie am besten zuerst Kontakt mit Ihrer „Zur Bühne“-Sachbearbeiterin auf und sprechen die sich verändernden Parameter Ihres Projektes durch.

Im nächsten Schritt senden sie über die Datenbank Kumasta eine Änderungsanfrage an „Zur Bühne“. Den Button mit der Bezeichnung „Änderungsanfrage“ finden Sie oberhalb Ihres bewilligten Antrags. Er ersetzt nach der Bewilligung den Button „Antrag einreichen“.

Beschreiben Sie kurz die Gründe die zu Ihrer Änderungsanfrage führen und reichen diese ein.

Im nächsten Schritt muss das „Zur Bühne“-Team Ihrer Änderungsanfrage zustimmen. Mit der Zustimmung wird Ihr alter Antrag wieder freigegeben. Sie können nun die Änderungen direkt in Ihren Antrag einarbeiten. Bitte markieren Sie die Änderungen im Antragstext, indem Sie diese z.B. fett markieren oder farblich absetzen.

Denken Sie auch daran, die Kalkulationstabelle und/oder den Zeitplan zu aktualisieren. Die geänderte Tabelle laden Sie bitte erneut in die Datenbank. Vergessen Sie nicht die geänderte Kalkulation in Ihrem Antrag unter Punkt 5 (geplante Ausgaben) anzupassen.

Wenn Sie die Anpassungen vorgenommen haben, reichen Sie Ihren Änderungsantrag ein und drucken diesen als PDF aus.

Änderungsantrag und Kalkulationstabelle werden nun, wie beim eigentlichen Antrag, von Intendanz und Geschäftsführung unterschrieben und postalisch an die Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Bühnenvereins versandt.

Nach Eingang der Unterlagen wird das „Zur Bühne“-Team Ihren Änderungsantrag prüfen und bei positivem Ausgang bewilligen und der Hausleitung eine Ergänzung zum Zuwendungsvertrag zukommen lassen.